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DOCH WENN GOTT EINE TÜRE SCHLIESST ,
MACHT ER EIN FENSTER AUF,
UND DEINE TRÄUME FLIEGEN HOCH HINAUF,
WEIL DEIN HERZ VERSTEHT,
ES IST NIE ZU SPÄT,
WEILS IRGENDWIE IMMER WEITER GEHT.
UND PLÖTZLICH SIEHST DU EIN,$DU BIST NIE GANZ ALLEIN,
DENN WAS AUCH KOMMT-
ES KANN SO SCHLIMM NICHT SEIN.
DENN DU WEISST,
IRGENDWANN FÄNGT EIN NEUES LEBEN AN.

Filmriss

Ich habe einige wirklich gute Texte gefunden. Jeder einzelne stellt ein Puzzleteil dar, zusammengefügt die Vergangenheit und teilweise auch noch die Seelenqualen der Gegenwart darstellen. Doch trotzdem sind die mutigen bereit sie zusammenzufügen.

Sie sieht in ihm den Filmriß
das Leben abrupt gestoppt
kann mit niemandem darüber reden
das macht sie bekloppt.

Es liegt Ewigkeiten zurück
gelähmt, panisch, als passiert’ es ihr jetzt
gegenwärtig sein stierer Blick, seine Fäuste
widerwärtig sein Atem, gehetzt.

Sie hat versucht, den Traum zu reparieren,
sich aus ihm zu befrein,
sie hat lange verzweifelt gewartet,
die Jahre zeigen kein Erbarmen,
das heilt keine Zeit.

Immer auf Scherben laufen,
Schweigen ein zu schweres Gewicht,
ohnmächtig gegen den Giganten,
seinen Nächsten verrät man nicht.

Die Nacht ist viel zu leise,
die Seele hämmert so laut,
die Vergangenheit kommt anfallartig,
gebrochen an dem ekligen Stau.

Sie hat versucht, den Traum zu reparieren

hier der Link zu ihrer Seite:
voten für Hexles Blog

Ich bin hin und weg von der Schnuffel CD , lach , so süsssssse Lieder, total niedlich

Schlaf schön, mein süßer Schatz
Schließ deine Augen
Ich wünsch dir gut Nacht
Schlaf schön, mein süsser Schatz
Schließ deine Augen und schlaf

Die Sonne geht unter
Die Sterne gehen auf
Schlaf jetzt mein Engel
Ich pass auf dich auf
Ein Kuss für die Nacht
Kriegst du von mir
Die süßesten Träume
Die wünsche ich dir

Schlaf schön, mein süßer Schatz
Schließ deine Augen
Ich wünsch dir gut Nacht
Schlaf schön, mein süsser Schatz
Schließ deine Augen und schlaf

Schlaf jetzt mein Schatz
Deine Äuglein fallen zu
Die Welt legt sich schlafen
Nun träume auch du
Ich sing dieses Lied
Für dich mein Schatz
Um dir zu zeigen, wie sehr ich dich mag

Schlaf schön, mein süßer Schatz
Schließ deine Augen
Ich wünsch dir gut Nacht
Schlaf schön, mein süsser Schatz
Schließ deine Augen und schlaf

Na, na
Na, na, na, na
Na, na, na, na, na, na, na

Der Tag ist gegangen
Die Sterne in Sicht
Ich bleibe bei dir
Und wach über dich

Schlaf schön, mein süßer Schatz
Schließ deine Augen
Ich wünsch dir gut Nacht
Schlaf schön, mein süsser Schatz
Schließ deine Augen und schlaf

*Gääähn* Ich bin so müde…

…Hey, schläfst du wirklich schon?

Ich freue mich ganz doll für sie und hoffe dass sie ganz ganz weit nach vorne rutscht. Ihr Blog begleitet mich jetzt schon so lange und ich finde immer wieder Abschnitte die unbedingt auf Sunshines Seite kommen muss. Dafür mal meinen großen Dank und ein riesiges Lob.

Hier der Link zur Nominierung:

Hexles Nominierung

Hexles Seite

Ich betrachtete all die in Ihrem leid allein gelassenen Missbrauchsopfer
die Wegwerfprodukte der menschlichen Gesellschaft.
Ich sah in ihren Augen Liebe und Hoffnung,
Angst und Schrecken, Trauer und Verrat.
Und ich war voller Zorn.
“Gott,”, sagte ich, “das ist schrecklich !
Warum tust Du nicht etwas ?”
Gott war einen Moment lang still und dann sprach er sanft.
“Ich habe etwas getan”, antwortete er.
“Ich habe Dich geschaffen.”

Ich hab das Video vor einigen Monaten schon mal ansatzweise gesehen , doch weggeklickt. Es wurde in Zusammenarbeit mit missbrauch.de produziert und ist Conny und allen Opfern gewidmet.

Sehr eindrucksvoll schildert es den Zusammenbruch eines jungen Lebens, einige Bilder sind bei mir auch heute noch drin. Dieses Zerbrechen , zusammenfallen , nicht mehr wollen. Manche von uns flüchten sich in eine andere Welt und retten sich damit , andere wählen den anderen Weg. Man sagt das Leben ist immer lebenswert , jedoch haben manche nicht den Mut weiter zu leben. Sicher es ist wahrscheinlich für andere nicht nachvollziehbar. Lebe endlich, vergiss die Vergangenheit, lass alles hinter dir, schau nach vorne. Sätze die wir immer wieder zu hören bekommen. Wir würden es gerne , doch es sind ein paar hohe Felsen dazwischen , die abgetragen werden müssen , die Felsen nennen sich Seelenschmerz, Wut , Hass und auch Scham. Man bekommt sie nicht mit normalen Hilfsmitteln zerstört , sondern muss ganz sorgfältig hinter sich sortierte kleine Häufchen erstellen, alle getränkt mit Tränen , Alpträumen , manchmal Selbstverletzung , Krankheiten und Furcht.

Wir sind keine schwachen Personen , sondern stark , diejenigen die gelernt haben zu flüchten , meistens auch noch sehr clever , wissen sich zu schützen , wissen sich zu verstellen. Sind perfekte Schauspieler und lassen keine falschen Emotionen nach aussen. Das zu durchbrechen , vor allem wenn es sehr lange eingeübt wurde ist ein schwerer Weg. Wer verübelt es dann einem Menschen , wenn er innerlich weiß wie hart es wird , dass er nicht so mutig ist.

Mir fehlen noch 2 Jahre meiner Vergangenheit , mit 13 habe ich versucht , allem ein Ende zu setzen. Danach gab es mich in der alten Fassung nicht mehr . Bis 13 hielt ich durch , danach versank ich und erwachte erst kurz vor dem Tod meines Peinigers. Ich weiß nicht ob es sinnvoll ist die 2 Jahre hervorzukramen , das wird die Zeit mit sich bringen und die Entscheidung meiner zukünftigen Thera. Wir werden sehen.

xaras Geschichte

Ich habe wieder einmal Zeit gehabt bei Hexle vorbeizuschauen , hier ein Link zur Geschichte von Xara

xara mit einem Kommentar von mir


Die Unterscheidung von Tag und Nacht viel ihr teilweise immer schwerer. Sie sehnte sich nach ihrem Bett , sehnte sich nach ihren Büchern. Sie wollte nur noch Stille , Einsamkeit , wollte alleine sein um weg zu können in ihre Welt. Dort wo sie nicht auf jedes Wort das sie aussprach aufpassen musste, es egal war was sie sagte, nicht auf der Hut sein musste. In ihren Träumen war sie mutig , setzte sich zur Wehr, fand so viele Weggefährten . Wie Aschenputtel rief sie ihre Gefährten zur Hilfe , die die bösen Geister verscheuchten , sie fröhlich und lustig machten. Irgendwann würde es für sie auch so sein, sie würde weg geholt von diesem Ort , irgendwann würde es so weit sein. Wenn Sie sich jetzt einfach ein paar Sachen nehmen würde in ihre Schultasche stecken würde und weit weit fortgehen würde. Doch wohin sollte sie gehen , wer würde sie aufnehmen. So ein Kind wie sie wollte keiner, Pa hatte ihr oft genug gesagt, sei froh dass du uns hast, deine Ma hat dafür gesorgt dass du überlebt hast. Du wärst ansonsten verhungert. Ja sie war ein undankbares Kind man hatte sie aufgenommen und wollte das sie gut in der Schule ist, wollte das sie ordentlich am Tisch saß , ihren Teller leer aß und sich vernünftig ausdrückte. Warum wehrte sie sich auch so, sie gaben sich so große Mühe mit ihr. Sie war es selber schuld wenn sie eine Ohrfeige bekam , warum war sie auch nicht in der Lage Speck zu essen, sie wußte doch dass sie nicht viel hatten und sich nicht mehr leisten konnten . Sicherlich hatte Ma recht , sie hielt die Nase zu hoch , war zu eingebildet. Vielleicht sprach darum kaum einer der Kinder in der Schule mit ihr. Esser Fresser , Mongolid , ach die da schon wieder , gröhlten die Jungs. Sie versuchte schnell an ihnen vorbei zu kommen, hoffte übersehen zu werden und flüchtete sich schnell auf ihren Baum. Ach schaut euch die wieder an , die ist doch nur doof , ich wette die kann noch nicht mal bis 5 zählen. Für sie waren Pausen eine Qual , sie konnte nicht auf ihrem Stuhl wippen , konnte nicht das war seit neuestem ihre Lieblingsbeschäftigung , mit dem Radiergummi auf ihrer Hand rubbeln. Wenn man lange genug rubbelt entstehen Blasen und irgendwann platzt die Haut auf.

Selten durfte sie mit den Mädchen Seilchen springen oder Gummitwist. Oft schaute sie vom Baum herab und dachte , warum liebt mich keiner. Du wirst es nicht wert sein, dass dich einer liebt. Ma wird wohl recht haben, ich muß erst noch richtig erzogen werden, bin ungehorsam . räume nicht ordentlich genug auf , putze nicht richtig und bin nicht fleissig genug. Sie wußte dass sie sich mehr bemühen muss , dann wäre Ma auch nicht immer wütend auf sie , warum machte sie denn auch nie was richtig. Ab morgen , ja ab morgen würde sie alles besser machen. Die Kartoffeln würde sie nicht mit dem Messer sondern mit dem Schäler schälen auch wenn dies eine Qual für sie war, die Hände verkrampften dabei immer so , doch sie würde sich anstrengen. Die Gläser würde sie so polieren , dass sie glänzen und zuerst spülen , nicht erst danach und sie würde sich beeilen , alle Aufträge zu erledigen , nicht wieder herumtrödeln und zwischendurch lesen. Ab morgen würde sie alles richtig machen.

der Mund

Ihr ganzer Mund war entzündet, alles was sie in den Mund nahm ob flüssig oder fest tat nur noch höllisch weh. Leise sagte sie , schau mal Ma das geht nicht weg. Stell dich nicht so an. Eine Tante die später kam schaute sich den Mund an und man musste sich kümmern. Sie versuchte den bösen Blick zu ignorieren , der ihr Ma entgegenwarf , doch es gelang ihr nicht. Sie hoffte nur dass es nicht so arg werden würde, sie es vergessen würde , dass sie noch mal nachgefragt hat. Ihr Kopfhaar schmerzte noch von letzter Nacht , eigentlich war sie es gewohnt an den Haaren gerissen zu werden , war es gewohnt gegen diesen Schmerz anzugehen. Doch ihr Mund es tat so höllisch weh in der Nacht , sie konnte dadurch nicht flüchten , konnte nicht weg und musste spüren , musste es ganz bewußt ertragen. Er hatte eine neue Methode gefunden , Hals zuhalten , damit ging es schneller , sie roch den Alkohol intensiver wenn sie versuchte nach Luft zu schnappen. Kein Ton , sei still , kein Ton, komm mach schon . Doch der Mund , wie bekam sie ihren Mund wieder heil . Die Idee mit dem Urin kam von der Tante , man sollte es damit beträufeln , wäre Mundfäulnis. Das passte, sie fing an zu verfaulen von innen, vielleicht war es auch weil sie sich immer in die Wangen biss , bis alles innerlich blutete. Oft hatte sie schon die ein oder andere kleine Entzündung , jedoch noch nie so schlimm wie jetzt. Es schmerzte höllisch nachts , kaum zu ertragen. Sie musste den Urin in ein Töpfchen sammeln und mit Wattestäbchen beträufeln. Die Tante achtete peinlich darauf dass auch reichlich darauf kam. Sie würgte und würgte , es war fast so schlimm wie nachts , dieses bewußte . Sie schloss die Augen , aber es kam nichts in ihren Kopf , es gelang nicht , sie musste bleiben und erleben. Hörst du , hör auf zu träumen , das wird bald besser. Deine Ma wird das in den nächsten Tagen noch mal wiederholen, danach sollte das weg sein. Ein Blick zu ihr, danke schön Tante.

Zieh dich jetzt an , wir müssen zur Messe , oder möchtest du mich nicht begleiten ??. Doch sicher komm ich mit, sagte Sie.

Boaaah ich reg mich richtig auf , ich weiß gar nicht wann ich das letzte Mal so wütend war. Ich habe eine verdammt harte Woche hinter mir. Die Vorwarnzeichen bestehen schon seit längerem , hatte sie wider besseren Wissens nach hinten geschoben, dachte das schaff ich schon , im Moment ist keine Zeit dafür. Die Ratschläge der Thera in den Wind geschlagen . Aber der Reihe nach.

Es sind jetzt 9 Wochen dass ich nicht mehr zur Thera gehe. In den letzten Sitzungen besprachen wir das weitere Vorgehen , das was ich mir vorstellte , wie es weitergehen sollte. Sie gab mir Unterlagen für die Klinik und fragte ob ich nicht doch Medikamente nehmen wolle. Dadurch würde es nicht so hart für mich. Ich wüsste das es harte Arbeit ist und ich es nicht verhindern könne. Ein Freund meinte ein paar Tage vorher , du machst nicht den Eindruck dass du stabil bist. Doch ich wollte es schaffen , aus eigener Kraft, ein Weg in die Zukunft , auf mich selber vertrauen.

Ganz intensiv begann ich mit Arbeitssuche , ließ meine Freunde hinter mir und startete an einem neuen Ort neu. Bitte überfordern Sie sich nicht, gönnen Sie sich Auszeiten , Sie machen jetzt schon zu viel . Sie brauchen Freiräume um arbeiten zu können, verarbeiten zu können, wenn Sie es auflaufen lassen wird es zu viel. Ich weiß noch wie ich sie anlächelte und sagte das schaff ich schon. Ich habe genug Freunde die mich zur Not auffangen.
Sie sind ein kommunikativer Mensch , der letzte Schritt fehlt nur noch , verstecken Sie sich nicht, machen Sie nicht zu.

Ich habe in den letzten 9 Wochen so ziemlich alles geschafft was ich schaffen wollte, einen Job , geregelten Tagesablauf , lernen , Wohnung einrichten , auch wenn ich hier noch nicht das , so soll es sein Gefühl habe. Doch das hat noch Zeit , wird einer meiner nächsten Schritte sein. Es war eine Kleinigkeit im Gegensatz zu dem was ich vorher hatte , was mich rückwärts gehen ließ, mich abrutschen ließ. Etwas mit dem ich früher mit einem müden Lächeln begegnet wäre, aber vielleicht auch durch eine Grippe , kippte die ganze Stabilität. Ich wehrte mich zuerst noch dagegen , aber wer sich ein wenig damit auskennt , das ist ein sinnloses Unterfangen.

Den Halt den ich in solchen Situationen sonst hatte , war mir verloren gegangen und ich schloss mich innerlich ein. Die Alpträume wuchsen , vermehrten sich , am Tag fehlte mir die Zeit zu verarbeiten am Abend die Möglichkeit zu reden. Gestern kam dann der Supergau.

Es ist 24 Jahre her , als ich beschloss aufzuhören Schmerz zu fühlen , es war damals eine mehr als kurzfristige Entscheidung , nicht geplant , zu der Zeit waren Christian und Jürgen weg und ich fühlte mich nur noch alleine. Wollte nur weg von hier , wollte der Sinnlosigkeit ein Ende setzen. Ich hatte niemals bisher Flashbacks von dieser Zeit und gestern am Bahnhof wumms, peng , . Die Kleine sass neben mir und plapperte und plapperte. Ich begann alles peinlich zu organisieren im Kopf zu überlegen wie ich was machen müsse und war der festen Überzeugung , denen geht es auf jeden Fall besser irgendwoanders als bei mir. Für mich stand fest , dass ich niemals „normal“ werden würde. Ich eh niemals sowas wie Wärme und Zuneigung empfinden würde, immer auf der Hut vor mich selber sein muss. Sicher ich habe meine Freunde , die für mich da wären , doch ich will auch nicht ständig rumjammern.

Weinen kann so dermassen reinigen, jede Stunde von damals durchlebte ich noch einmal , durchlebte den Schmerz die liebsten Menschen verloren zu haben , wußte wieder dass ich nur zu ihnen wollte, dort wo ich angenommen war , wo die Liebe auf mich wartete. Ich hatte mir einen Zettel gemacht mit den Leuten denen ich noch tschau sagen wollte , darunter dann auch den liebsten Menschen den ich habe. Er holte mich , ich weiß noch nicht mal mehr wie , aus diesem tiefen Loch heraus, doch er sagte mir auch nein ich weiß nicht was in dir vorgeht , ich kann es nicht nachvollziehen und ich kann es nicht mehr hören. Erst habe ich nur geschluckt , doch gestern abend als ich durch die Strassen ging , ich habe mich getraut durch die Massen zu gehen , kam so etwas wie Wut hoch. Diejenigen die am meisten von mir wissen , verstehen mich am wenigsten. Wieso sind wir immer wieder gezwungen uns zu erklären. Warum ist die Welt so blind , so kühl , dass wir denen schon fürchterliches widerfahren ist , auch noch unsere Aufarbeitung rechtfertigen müssen. Wir haben uns unsere zerstörte Seele nicht angetan. Es ist kein Wunder das dadurch Wortlosigkeit entsteht. Wäre die Welt offener , wäre es für vielen von uns wesentlich einfacher. Nein , Gefühle wie Schmerz , Leid, Pein , immer wieder der gleiche Film kann keiner nachempfinden , aber man kann es versuchen. Keiner von uns erwartet Mitleid und ach du Arme , sondern nur Zuhören und Akzeptieren, halten und trösten. Wenn man dies nicht von seinen engsten Vertrauten erwarten kann , ist es vorprogrammiert dass man irgendwann gar nicht mehr redet.

Eine Freundin sagte einmal , weißt du Elke wir sind eine besondere Spezies , wir sind besonders feinfühlig weil wir es lernen mussten um uns selber zu schützen , aber wir ticken halt auch nicht so wie die anderen. Das müssen wir und auch unsere Freunde begreifen.

8 Monate intensive Arbeit, 8 Monate die wie im Fluge vergangen sind, 8 Monate die mit vielen vielen Tränen verbunden waren. Ich saß gestern am Bahnhof und überlegte , warum , warum verstehen die Menschen nicht , wie das ist , wenn man immer wieder gezwungen ist , sich den Hammer auf den Finger donnern zu lassen ohne weg zu nehmen , er muss da liegen bleiben und man weiß der Schmerz wird ganz schön doll , das wird brennen , davor der Schlag war schon nicht ohne , der nächste wird heftiger. Aber OK muss sein, dann mal los. Ich glaube nicht , das die die das große Glück hatten eine normale Kindheit zu haben, ein normales Erwachsenenleben , dies durchhalten würden.
Mir sind die stärksten gefühlvollsten und herzlichsten Menschen in diesen Kreisen begegnet. Jeder mit irgendeiner Macke , aber sie kennen ihre Macken , kennt sie ein Normalsterblicher ??

Die Thera sagte, vergessen Sie über die Arbeit nicht Ihre Aufarbeitung , ich habe mich konsequent daran gehalten. Es war nicht immer einfach , zwischen lernen , planen noch Freiraum dafür im Kopf zu schaffen. Manchmal weinte ich innerlich , manchmal tobte ich wie eine Wahnsinnige. Heute stehe ich hier , teilweise mit mächtigen Kopfschmerzen die mir zeigen wieviel Wut noch in mir steckt , doch ich arbeite konsequent weiter.
Auf jeden Fall wurde ich irgendwann diese Nacht ruhiger , dachte so , warum verstehen diejenigen mit denen ich darüber rede am wenigsten. Was läuft da quer, ich lass mich doch davon nicht unterkriegen und mein alter Stolz purzelte irgendwo heraus. Du hast dich nie verbiegen lassen, eins hast du gelernt zu kämpfen für dich dein Recht für andere für das was dir richtig erscheint.

Ich weiß noch nicht welche Möglichkeiten sich öffnen werden , doch den Weg werde ich finden. Ich möchte wenn irgendwann mal ein Mädel , Junge kommt und flüstert , mit mir stimmt irgendwas nicht , ich weiß nicht weiter , was kann ich tun. Dass derjenige sich nicht verstecken muss , einen an der Hand hat , der ihn durch diesen schweren steinigen Weg leitet und ihm das Licht zur Sonne zeigt mit all seinen Möglichkeiten die ihm zur Verfügung stehen.

Ich weiß dass ich eine Begabung habe, Menschen zu motivieren , ich weiß das mir nicht nur das negative in die Wiege gelegt wurde, dass ich zu normalen Zeiten die Fröhlichkeit und gute Laune verbreiten kann, das Leben nicht als hart empfinde, sondern als lebenswert und schön. Ich sehe zu normalen Zeiten die Blumen , Schmetterlinge, Wiesen, Vögel , Brücken , Flüsse und Seen , ich freue mich über die Vielfalt in dieser Welt, die Vielfalt der Menschen , ich glaube nach wie vor an das Gute im Menschen und ich glaube auch daran dass die richtigen Menschen , Menschen wie uns erreichen können. Vielleicht muss man etwas länger suchen, verirrt sich , vertut sich , dann muss man halt weitersuchen , bis man den Kreis um sich versammelt hat um stabil seinen Weg gehen zu können.
Diese Kreise für jeden einzelnen herzustellen wird mein Ziel sein. Dass derjenige sich angenommen fühlt und weiß er ist nicht alleine , dort ist eine Hand die mit einem geht , dort ist eine Schulter an der man sich anlehnen kann und dort ist Pflaster um die Wunden heilen zu lassen.

Vielleicht musste es so sein , dass ich gestern mehr als eine Bratpfanne auf dem Kopf bekommen habe um wach zu werden , mit dem Fuß wie ein kleines Kind aufzustampfen und zu sagen, jetzt ist aber gut . Wer weiß.

The roof

Es hatte noch immer nicht geregnet
Aber es war auf alle Fälle ein bißchen nebelig
In dieser warmen Novembernacht
Und mein Herz schlug heftig
Meine inneren Stimmen ertönten
Bettelten mich, an wegzugehen
Aber ich mußte einfach dein Gesicht sehen,
Um mich lebendig zu fühlen
Und dann betratest du zufällig den Raum
Und ich war gefangen im Netz
Meines Verlangens nach dir
(Und ich war gefangen)
Mein Verstand war wie wegblasen
Ich wollte nur dich
Um meine Trauigkeit zu schmecken
Als du mich in der Dunkelheit küsstest

Chorus1
Jedes Mal fühl ich das Bedürfnis
Mir vorzustellen, daß du mich streichelst
Und ich geh in der Zeit zurück
Um noch einmal die Pracht von dir und mir zu erleben
Auf dem Dach in dieser verregneten Nacht

Verse2
Und so tranken wir den Moet aus und
Ich fing an mich befreit zu fühlen
Und ich lieferte mich aus, als du mich
In deine Arme nahmst
Ich war in dem Moment gefangen
Ich konnte es nicht aushalten, dich gehen zulassen
Also war die Vorsicht in den Wind
Und ich begann, meinem sehnsüchtigen Herzen zuzuhören
Und dann hast du deine zarten Lippen auf meine gepreßt
Und äußerliche Gefühle, die ich unterdrückt hatte
Für so lange Zeit
(Und ich war erhoben)
Und für ein Weile vergaß ich
Den Kummer und den Schmerz
Und ich verschmolz mit dir als wir
Dort im Regen standen

Chorus2
Jedes Mal fühl ich das Bedürfnis
Mir vorzustellen, daß du mich streichelst
Und ich geh in der Zeit zurück
Um noch einmal die Pracht von dir und mir zu erleben
Auf dem Dach in dieser verregneten Nacht

Bridge
Letzte Nacht träumte ich, daß ich
Die Worte “Ich liebe dich” flüsterte
Und ich berührte dich so
Zart, als wir uns “Auf Wiedersehen” sagten
(Schönes Baby, wie sehr ich dich vermisse)

Chorus3
Jedes Mal fühl ich das Bedürfnis
Mir vorzustellen, daß du mich streichelst
(Vorzustellen, daß du mich streichelst)
Und ich geh in der Zeit zurück
(Ich geh zurück)
Um noch einmal die Pracht von dir und mir zu erleben
Auf dem Dach in dieser verregneten Nacht
(Auf dem Dach in dieser verregneten Nacht)

Chorus4
Jedes Mal füh ich das Bedürfnis
(Wenn ich das Bedürnis fühle)
Mir vorzustellen, daß du mich streichelst
(Ich stelle es mir immer und immer und immer wieder vor)
Und ich geh in der Zeit zurück
Um noch einmal die Pracht von dir und mir zu erleben
(Oh du und ich - es war so süß)
Auf dem Dach in dieser verregneten Nacht
(In dieser verregneten Nacht)

Chorus5
Jedes Mal fühl ich das Bedürfnis
(Letzte Nacht hatte ich den verrücktesten Traum….)
Ich stelle mir, daß du mich streichelst
(Es war einfach symbolisch)
Und ich geh in der Zeit zurück
(Als ich flüsterte.., daß ich dich liebe)
Um noch einmal die Pracht von dir und mir zu erleben
(…sehr zart)

Chorus6
Jedes Mal fühl ich das Bedürfnis
Mir vorzustellen, daß du mich streichelst
Und ich geh in der Zeit zurück
Um noch einmal die Pracht von dir und mir zu erleben
Auf dem Dach in dieser verregneten Nacht

fly lika a bird

Oft überlege ich in den letzten Tagen , was will ich , wo will ich hin , was brauche ich , was erwarte ich , wo führt mein Weg mich hin. Es fehlt etwas , fehlt irgendwas , ganz tief in mir drin.

Vor einer Woche sah ich einen Vogel auf dem Dach eines grossen Hauses. Sein Singen war laut , unüberhörbar, er strengte sich mächtig an , nicht überhört zu werden. Sein Flöten drang in einem ein durchflutete und blieb fast wie eine Melodie im Kopf stecken.

Ich wünschte mir ich würde das Singen dieses Vogels spüren , würde dem Ruf folgen können , fortfliegen an einem Ort an dem auch ich glücklich sein kann. Ich wünsche mir Liebe ohne darum bitten zu müssen , wünsche mir eine Hand ohne danach zu fragen , wünsche mir flüstern ganz selbstverständlich , dass eindringt in meine Seele und die leeren Räume füllt.
Ich wünsche mir Augen die mich offen und mit viel Wärme anschauen , wünsche mir Gedanken die mich erreichen ohne darauf warten zu müssen.

Ich möchte fliegen , in den Himmel hinein , in die Wolken Richtung Sonne , mich niederlassen auf einem Baum und das Lied der immerwährenden Freude singen. Der Freude den Tag zu beginnen weil der Tag lebenswert ist, die Freude den Tag mit einem vertrauten Menschen zu beenden , da man nur mit ihm den vergangenen Tag beenden möchte. Ich möchte mich zurücklehnen können und sagen , das Lied des Tages war schön . Der Wind war zwar hart, das Fliegen nicht so einfach , aber es hat sich gelohnt.

Irgendwann in dieser oder in der nächsten Welt wird wohl meine kleine Seele keine leeren Räume mehr haben, jedes gut gefüllt mit Sonnenstrahlen und vielen vielen kleinen Vögeln , die hinausziehen , den Sonnenschein einzufangen und zu mir zurück zu bringen , das Strahlen in mir aufzunehmen und auszubreiten.

Irgendwoher weiss ich
Dass es einen überirdischen Platz geben muss
Ohne verletzt sein und ohne Gewalt
Frei von allen Schreckenstaten und Leiden
Weil ich die Bedingungslose Liebe spüre
Von einem der sich um mich kümmert
Der all meine Lasten zerstört
Und mich frei lässt

Chorus

Fliegen wie ein Vogel
Hoch am Himmel
Ich brauch dich jetzt Herr
Lass mich hoch fliegen
Lass es nicht zu dass meine Welt heute zusammenbricht
Ich brauche deine Kraft an meiner Seite
Manchmal kann dieses Leben so ungerecht sein
Ich bete dass du kommst und mich nach Hause bringst

Verse 2

Können wir entdecken
Wird die Erde jemals
Ein Platz voll Frieden und Harmonie sein
Ohne Krieg und ohne Brutalität
Wenn wir uns gegenseitig Lieben
Werden wir siegen
Aber in dieser Rauen Realität
Bin ich so verwirrt
Das ich fuehle dass ich dich brauche

Chorus

Fliegen wie ein Vogel
Hoch am Himmel
Ich brauch dich jetzt Herr
Lass mich hoch fliegen
Lass es nicht zu dass meine Welt heute zusammenbricht
Ich brauche deine Kraft an meiner Seite
Manchmal kann dieses Leben so ungerecht sein
Ich bete dass du kommst und mich nach Hause bringst
Schau zum Himmel
Mit Gottes Liebe wirst du überleben

Fliegen wie ein Vogel
Hoch am Himmel
Ich brauch dich jetzt Herr
Lass mich hoch fliegen
Lass es nicht zu dass meine Welt heute zusammenbricht
Ich brauche deine Kraft an meiner Seite
Manchmal kann dieses Leben so ungerecht sein
Ich bete dass du kommst und mich nach Hause bringst

Las mich hoch fliegen, immer höher, höher, höher
Las mich hoch fliegen, immer höher, höher, höher
Bring mich nach Hause
Höher Jesus
Lass mich hoch fliegen Herr

Orte der Ruhe

Ich weiß nicht ob ihr schon mal ganz intensiv den Duft von Wald eingeatmet habt. Er lässt sich schlecht erklären , geschweige lassen sich die Aromastufen definieren. Kaum ein Duftöl kann das was einem in die Nase dringt, nachahmen.

Als ich das erste Mal die kleinen verschlungenen Plätze entdeckte, wußte ich, ich würde beizeiten zurückkehren.

Heute war es dann wieder soweit. Die Möglichkeit sich selber abzulenken waren ausgeschöpft, der Tresor ließ sich nicht öffnen, die Gedanken nicht hinein verfrachten. Der sichere Ort kam nicht in den Kopf und Imaginationsübungen brachten auch nicht den erwünschten Erfolg. Ich begann wieder mich genau zu beobachten und hoffte auf Ruhe im Kopf und vor allem im Herzen. Vor einigen Tagen kaufte ich mir nach langer Zeit wieder Papier und Stift, sicher ich wußte das es auf dem Programm stand , weiter zu machen , ansonsten ist die Gefahr der Rückschritte zu groß. Im Moment ist mir oft hundeübel, so wie nach einer Karussellfahrt, doch ich bleibe standhaft. Esse brav meine Brote, esse Abends, trinke viel Milch und erkläre auf Nachfragen , daß ich am Zunehmen arbeite. Wäre da nicht die innere Einsamkeit. Mit allen Mitteln kämpfe ich gegen die Leere, sobald ich zur Ruhe komme. Durch den geänderten Tagesablauf fehlt mir die Energie bis zum Umfallen den Kopf beschäftigt zu halten . Ich spüre , daß ich hochgradig absturzgefährdet bin , mich mich denn je zusammenreißen muss. Dennoch siegen oft die Dämonen in meinem Inneren, die mir die Sinnlosigkeit meines Seins und Tuns erklären wollen.

Teilweise wünsche ich mir so sehr , nur eine leere Hülle zu sein , nur zu funktionieren, alles andere perfekt ausgrenzen zu können. Ich werde in den nächsten Wochen einen neuen Therapieplatz suchen und die zweite Runde damit einläuten.

Es war ein Zufall, ich war bei meinem väterlichen Freund um mich zu verabschieden und ihm ein wenig die Sorgen zu nehmen, die er sich um mich machte. Junior saß neben mir und ich mußte vor einem Zebrastreifen anhalten, weil eine Frau ins Autofenster hereinstarrte und keinen Schritt weiterging. Es dauerte einige Augenblicke bis ich in der Lage war zu reagieren. Der Kleine fragte, Mama , wer ist das , ich antwortete, deine Oma.
Vor einigen Jahren hatte sie ihren Enkelsohn von weitem gesehen und davor ist sie Situationen ausgewischen , wechselte die Strassenseite.

Immer wieder bin ich von Zufällen umgeben, die mich auf die ein- oder andere Weise weiter bringen. Noch immer kann ich mir nicht erklären , warum ich austieg, es war wie ein Zwang. Sie erzählte mir, nachdem ich sie gebeten hatte, nicht zu weinen , daß meine große Schwester von mir erzählt hat, erklärte wie es mir als Kind und Jugendliche ergangen wäre, wie schwer ich es gehabt hätte.
Es war in mir so etwas wie Gleichmut, das Gefühl das mir das heute auch nichts mehr nützt, die Zeit für leid tun und rückgängig machen vorbei ist. Die Tanten hätten ihr erklärt daß ich es ja besonders gut hätte und sie mir nicht das bieten könne was meine Pflegeeltern mir bieten würden.
Ich glaube ihr das sogar.
Irgendwo an diesem Tag habe ich meinen Frieden mit ihr gefunden. Sie gab mir zum Abschied ihre Telefonnummer mit der Bitte sie anzurufen. Die gleiche Bitte , die mein leiblicher Vater äußerte. Sie werden beide noch einige Zeit warten müssen und vielleicht sogar für immer. Das Auflösen einer Familie haben die beiden in die Wege geleitet, dies lässt sich nicht rückgängig machen.

Vor vielen Jahren habe ich innerlichen einen Zufluchtsort zu den beiden gesucht, Ersatz für meine Seele, Ersatz für die Leere in mir , doch die Räume werden leer bleiben.
Einen Raum nach dem anderen schließe ich ab und verabschiede mich. Ich sitze heute wieder oft als Beobachter auf der Tribüne, lasse die Menschen an mir vorbei ziehen.
Hier und da höre ich die Worte , Sie sind ein kommunikativer Mensch , machen Sie nicht zu früh zu.
Trotzdem , in den letzten Tagen habe ich beschlussen daß ich es nicht mehr zulassen werde, verletzt zu werden , weiß wie ich mich zu schützen habe. Ist es um den Preis, in meiner Welt zu bleiben , so sei es. Solange ich nicht die ganze Realität verliere , sollte es ausrechen. Den Kampf der Emotionen habe ich vor vielen Jahren verloren, dies werde ich nicht mehr zurück bekommen.
Normal zu fühlen , zu empfinden wird mir nicht vergönnt sein. Man sieht in mir nur das was man sehen will, es ist nicht nachvollziehbar, dasss die Flashbacks mich an den Rand des Wahnsinns treiben , mich in tiefe Verzweiflung stürzen , weil sie Teil meiner Vergangenheit werden müssen.
Müssen , ich hasse dieses Wort und habe erkannt, daß ich damit nicht alleine bin.

In den letzten Monaten habe ich versucht mein Herz offen zu halten , Wärme gesucht , manchmal war ich sogar der Meinung , ich hätte sie gefunden. Eine Freundin sagte mal , du strahlst doch so viel Wärme und Liebe aus, das mag gut sein , nur habe ich dieses immense Glück , dass ich es nur ganz selten so wie ich es brauche , zurückbekomme. Kaum einer der mir richtig nah steht füllt die Behälter auf , meistens ist es immer einseitig. Teilweise frage ich mich inzwischen ob ich nicht einfach nur depressiv bin . Beginne wieder mit meinen Heilsätzen , nimm dich nicht so wichtig, du bist unwichtig. Die Alarmglocken schrillen zwar dabei , da ich weiß wo das hinführt, doch ich bin in riesiger Versuchung Ruhe in meinem Kopf diesbezüglich bringen zu wollen.

If this world is wearing thin
And you’re thinking of escape
I’ll go anywhere with you
Just wrap me up in chains
But if you try to go alone
Don’t think I’ll understand

Stay with me
Stay with me

In the silence of your room
In the darkness of your dream
You must only think of me
There can be no in-between
When your pride is on the floor
I’ll make you beg for more

Stay with me
Stay with me

You’d better hope and pray
That you make it safe
Back to your own world
You’d better hope and pray
That you’ll wake one day
In your own world

Because when you sleep at night
They don’t hear your cries
In your own world
Only time will tell
If you can break the spell
Back in your own world

Stay with me…
Stay with me…
Stay, stay with me…
Stay, Stay, Stay, Stay, Stay…

only hope

Das Lied begleitet mich seit Jahren. Meine Hoffnung , mein Flehen , mein Warten und der unermütliche Glaube an das Guten im Menschen . Ich hoffe es wird mich nie verlassen , denn dies ist ein Teil von mir.

Ein mir liebgewonnener Arbeitskollege sagte mir heute das wohl netteste Kompliment dass ich seit langem gehört habe. Weißt du Elke als ich dich kennengelernt habe , konnte ich es nicht fassen. Weißt du eigentlich das du was ganz besonderes bist. Die anderen die dich inzwischen genau so mögen wie ich dich , mußten lernen mit deiner Art die so einzigartig ist klar zu kommen und schau hin wie sehr sie dich inzwischen gern haben.

Ich verbringe viel Zeit mit ihm , wir spazieren in den Pausen oft durch die Gegend und reden über uns unsere Träume unsere Hoffnungen. Er sagte mir weißt du nicht die Arbeit hier ist wichtig , sondern dass ich mich verstanden fühle , angenommen so wie ich bin. Ich bin dankbar ihn und die anderen kennenlernen zu dürfen , mit all ihrer Vielfalt an Emotionen , Eigenarten. Freue mich wenn ich sie ein wenig erheitern konnte oder auch trösten wenn es ihnen nicht so dolle geht.

Schon bei meiner Großen habe ich viel gesungen , wenn ich früher im Kinder- und Kirchenchor gesungen habe , manchmal traute ich mir sogar das ein oder andere Solo , hörte ich irgendwann nach dem Tod von Chris und Jürgen auf. Nachdem Jasmin geboren wurde sang ich nur noch für sie . Viele Jahre begleiteten sie alle Kinderlieder die ich kannte . Sie wurde auch noch mit klassischer Musik gefüttert. Sehr klein spielte sie schon für Elise auf ihrem Kinder-Keyboard aus dem Kopf.

Das folgende Lied habe ich mit der ganzen Monsterbande eingeübt, die Kleine erzählt mir gerade noch davon und kennt den Text genau. Die Kinder waren einfach herrlich , ich erinnere mich noch heute gerne an diese Aufführung und vor allem an die Proben. Sie kneteten den Teig , richtig kleine Schauspieler , das Ei liebten sie übrigens am meisten. Eine meiner Co-Trainerinnen spielte ab dem Jahr mit ihrer Gitarre und die versifften Finger liebte mein Junior besonders.

meine Sommerkinder

Unsere Sommer waren in früheren Jahren immer eine mittelschwere Katastrophe. Es begann meistens mit der Entscheidung dass der Hof abgespritzt werden musste, da der Sommer nahte. Wir schafften es selten , dies in manierlische Bahnen zu lenken . Aus ein paar Tropfen Wasser bei dem Gegenüber wurde immer eine mittelschwere Wasserschlacht bei dem jeder pitschnass war. Doch zum Schluss gelang es uns immer den Hof sommerfertig zu gestalten.

Ich liebte es an den Abenden immer , wenn mir die Monster noch alles mögliche erzählen musste , ach wenn ich zum hundersten Mal ermahnte dass es jetzt wirklich Zeit würde. Es wurde noch so viel erzählt , der Tag war wieder so unendlich spannend , es gab so viel zu verarbeiten , so viel schönes und trauriges . Die Welt war wieder um einen spannenden Tag reicher. In ihrem kleinen Leben. Selbst heute erzählen sie mir abends ihre Geschichten und Eindrücke, ihre Ängste und Sorgen , ihre Freuden , halt ihre Entwicklung.

Ich weiß nicht warum ich mit den Monstern oft die Vogelhochzeit , auf der Mauer auf der Lauer, jetzt fahren wir überm See gesungen habe, aber spassig war es auf jeden Fall. Bei einem dieser Lieder erkannte ich das Talent meiner Großen . Leider singt sie heute nicht mehr im Chor , aber vielleicht gibt sie dies irgendwann an ihre Monsterbande weiter

Man verzeihe mir die Auswahl der Kelly Family , aber so schlecht ist es auch nicht.

kurz vor der Sonne

Du siehst die Tage, siehst die Stunden,
sie an dir vorüber ziehn.
Und irgendwann schließt du die Augen,
scheint dich nicht mehr zu berühren.
Alles, was dir soviel wert war,
liegt am Boden, ist zerstört.
Du willst jetzt einfach nur noch raus hier,
es gibt nichts mehr, was dich hält.

Und du startest durch,
durch Atmosphäre, Raum und Zeit.
Stolperst über Sterne und Planeten
und das Glück ist nicht mehr weit.

Doch kurz vor der Sonne
holen dich die Zweifel ein,
hältst kurz an und schaust zurück,
doch deine Welt ist winzigklein.
Kurz vor der Sonne
kommt die Dunkelheit zurück
und du merkst, dass man hier draußen
ganz schön einsam ist.

Du kannst fast schon danach greifen
und aus deiner Umlaufbahn
zieht es dich in richtung Erde,
die man nur dort verändern kann.
Alles, was dir soviel Wert war,
wars nicht das, worums dir geht.
Liegt nicht alles, was wir suchen
wo man unsern Schmerz versteht.

Und du startest durch,
durch Atmosphäre, Raum und Zeit.
Stolperst über Sterne und Planeten
und das Glück ist nicht mehr weit.

Kurz vor der Sonne
holen dich die Zweifel ein,
hältst kurz an und schaust zurück,
doch deine Welt ist winzigklein.
Kurz vor der Sonne
kommt die Dunkelheit zurück
und du merkst, dass man hier draußen
ganz schön einsam ist.

Wenn du lachst

Kalter Wind in meinem Herzen.
Kalter Wind in meinem Haar.
Kälter als hier unten wirds nicht mehr
und niemals wirds so werden, wie es war.
All die Sterne bleiben oben,
in mir bleibt nur deine Spur.
Hab ich dich jemals belogen,
frag ich leise
und du lächelst nur.

Wenn du lachst, is mir egal.
Wenn du lachst, is mir egal.
Wenn du lachst, is mir egal.

Ich trau der Ruhe eines Toten,
ich traue niemand, der mich liebt.
Doch mich zu hassen bleibt verboten
und es bleibt ein echtes Wunder,
wenn es dich noch gibt.

Wenn du lachst, is mir egal.
Wenn du lachst, is mir egal.
Wenn du lachst, is mir egal
was noch kommt, dann ist alles andere…
Wenn du lachst,
dann ist mir alles andere…
Wenn du lachst,
dann ist mir alles andere…
Wenn du lachst,
dann ist mir alles andere egal,
so egal

Knöpfe

Sie sitzt in der Ecke wie immer mit ihren Knöpfen , sie sind in einer grossen silbernen Blechkiste , ihr wertvollster Besitz. Rote , blaue , weisse , marmoriert und schwarze. In späteren Jahren lernt sie Mühle und Dame und spielt stundenlang gegen sich selber mit diesen Knöpfen. Jeder Knopf ist ein Mensch , sie gehen in der Reihe im Kreis , in einer Linie mal geradeaus mal nach links, mal nach rechts. Heutzutage würde man das als Autismus bezeichnen vielleicht war es sogar so etwas in dieser Richtung. Aber man ließ sie in Ruhe , sprach sie nicht an , sie konnte dort wo sie war bleiben. Keine lauten Töne kein Geschrei. Sie lernte irgendwann nichts mehr zu sehen nur ihre Welt , ihre Knöpfe. Dabei träumte sie sich in eine bessere Welt , hörte liebevolle Worte , hörte glockenhelles Lachen. Worte die sie erwärmten schallten unsichtbar durch den Raum und sie lächelte, sie war befreit. Jeder dieser Knöpfe war ein Held , ein Sieger , edel im Geist, scharf im Verstand. Sie brauchte die Menschen nicht , brauchte nicht ihre Wut und ihren Hass , brauchte kein Verletzen und kein Schmerz.

Irgendwann durfte sie nicht mehr mit den Knöpfen spielen , durfte sie nicht mehr aufreihen in Reih und Glied , doch ihre Welt sie blieb. Heute noch sitzt sie in der Ecke auf dem Boden und reiht sie hintereinander , nebeneinander , nach rechts und nach links. Auch heute wieder zuckt sie zusammen wenn sie angesprochen wird, sie hat ihre Methode gefunden um wach zu bleiben , am Ort zu bleiben und dennoch öffnet sich wieder eine Sehnsucht , eine Sehnsucht nach dem Ort ihrer Freiheit , ihr Ort an dem sie geborgen ist , wo keiner sie verletzt , wo man sie versteht und akzeptiert.

Die Welt erscheint ihr immer kälter , Machtkampf , Mißmut , kaum Gefühl , sicher sie strahlt , sie strahlt und die Tränen innerlich brennen sich immer tiefer in ihr Herz , sie brennen neue Löcher hinein , weil keiner sie versteht , keiner sie so akzeptiert wie sie ist. Sie scheint nicht lebensfähig , reiht ihre Knöpfe auf , sitzt still und wartet auf den Sinn.

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